Regionale Schule für Kommunikation

Marling (Nicaragua) und Ingrid (Guatemala) lernen die Videokamera kennen. Foto: AWO International

Oswaldo Alverenga, Coach bei ACISAM, führt Jugendliche in die Technik der Videokamera ein. Foto: AWO International

Zur Einführung wird ein Vortrag über die besondere Art der Kommunikation von unten gehalten. Foto: AWO International

24 Jugendliche aus verschiedenen Ländern dem Videokurs in El Salvador teil. Foto: AWO International

Seit 2010 lernen Jugendliche aus Guatemala, El Salvador, Nicaragua und Mexiko in einem Projekt von AWO International und der Partnerorganisation ACISAM (Asociación de Capacitación e Investigación para la Salud Mental – Verein zur Bildung und Forschung über geistige Gesundheit) in El Salvador das Drehen von Videos. ACISAM bietet seit 1991 professionelle Videokurse für Jugendliche an. Aufgrund der guten Erfahrungen wurde unter dem Namen „Escuela Regional de Comunicación“, regionale Schule für Kommunikation, ein Kursprogramm entwickelt, das auch Jugendlichen aus anderen Ländern Mittelamerikas offen steht. Geleitet wird es von ACISAM. Die Arbeit der „Escuela de Comunicación“ zielt darauf ab, die Persönlichkeit und das Selbstvertrauen der Jugendlichen zu stärken.

Ein Kurs dauert zwei Jahre, besteht aus sechs dreitägigen Modulen und bietet Platz für 24 Teilnehmer/innen. Die Jugendlichen lernen alles von der Technik der Videokamera über das Schreiben eines Drehbuches bis hin zur Produktion eines Videos. Der Kurs endet mit der Präsentation der fertigen Videos vor einem öffentlichen Publikum. Ziel des Projektes ist es, dass die Jugendlichen selbstständig Videos produzieren können und diese in ihrem Stadtteil oder in ihrer Dorfgemeinschaft vorstellen. Damit können sie Aufmerksamkeit schaffen, Diskussionen anregen, ihren Blick auf die Gesellschaft aufzeigen, sich und ihre Anliegen einbringen. So soll eine Kommunikation für Jugendliche und unter Jugendlichen entstehen, die in den öffentlichen Medien bislang systematisch ausgegrenzt werden. Dementsprechend verpflichten sich die Jugendlichen mit der Teilnahme an der regionalen Schule für Kommunikation dazu, die Videos für ihr Umfeld zu produzieren und sie dort aktiv einzubringen.

Die Videos, die an der regionalen Schule für Kommunikation gedreht werden, unterscheiden sich prinzipiell von gängigen Fernsehfilmen und Sehgewohnheiten. „Filmstars“ sind dort die ganz normalen Menschen von nebenan: die Señora, die die Tortilla zubereitet, der Nachbar, der Mais sät. Deshalb lernen die Kursteilnehmer/innen auch den Ansatz der partizipativen Kommunikation kennen, ein Konzept, das alle Bevölkerungsgruppen einschließt und beinhaltet, dass Medien von allen und für alle gemacht werden. Die Belange von Jugendlichen in Mittelamerika in die Medien und damit in die Gesellschaft zu bringen, kann so gelingen.

Mehr zum Programm Jugendförderung in Mittelamerika

Background